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Wulfila

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Wulfila mit dem gotischen Alphabet

Bischof der Goten (307/311 - 383/4), Urheber des gotischen Alphabets und Übersetzer der Bibel in das Gotische.

NamensformBearbeiten

Der Name Wulfilas ist in unterschiedlichen Schreibungen überliefert, nämlich ulfila, οὐλφίλας, οὐρφίλας; die späteren lat. Quellen beginnen den Namen mit v‑ (bzw. roman. g‑): vulfila, vulphilas, gulfila (gylfila). Daneben ist noch die syrische Variante urufil bekannt. Aus diesen Überlieferung lässt sich die Namensform sicher als Wulfila erschließen. Es handelt sich um eine Zugehörigkeits‑ oder Deminutivbildung mit dem Suffix urgerm. *‑ila‑ zu urgerm. *u̯ulfa‑ ‚Wolf‘ (> got. wulfs, ahd. wolf, as., ae. wulf, afries. wolf, aisl. ulfr).

Berichte über WulfilaBearbeiten

Das Leben und die Tätigkeit des Westgotenbischofs Wulfila ist durch verschiedene gr. und lat. Schriftsteller überliefert:

a. Auxentius (ein arianischer Bischof von Durostorum in Nieder‑Mösien), der in einem um die Wende 382 bis 383 verfasstes Schreiben über das Leben, Glauben und Sterben seines Lehrers Wulfilas berichtet.

b. Philostorgios, der kurz nach 425 starb, berichtet in seiner nur durch die Epitome des Photios erhaltene Kirchengeschichte, einer Fortsetzung der Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea, über die Herkunft und Übersetzungstätigkeit Wulfilas.

c. Sokrates, Sozomenos und Theoderet, die um die Mitte des 5. Jh.s ebenfalls die Kirchengeschichte des Eusebius fortführen, bieten einige Angaben über Wulfila (jedoch zum Teil tendenziös entstellt).

d. Kürzere Nachrichten finden sich auch noch bei Jordanes, get. 51 (Auszug der Gothi minores unter der Führung Wulfilas), Isidor von Sevilla, hist. got. 8 (Bibelübersetzung Wulfilas), Walafrid Strabo, lib. de exordiis 7 (Bibelübersetzung, jedoch ohne Nennung Wulfilas).

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