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Unter Altsächsische Sprache (as.; auch Altniederdeutsche Sprache [andd.] ) versteht man die Sprache der niederdeutschen Stämme (die mit dem Namen Sachsen bezeichnet werden) zwischen Rhein und Elbe, Nordsee und Harz zwischen etwa dem 9. bis zum 12. Jh.

ÜberlieferungBearbeiten

Die in as. Sprache geschriebenen Denkmäler entstammen der Zeit vom 9. bis 12. Jh. Die Quellen bestehen – abgesehen von Personen- und Ortsnamen – aus erstens zwei größeren Dichtungen und zweitens den so genannten kleineren Denkmälern, die wiederum in zusammenhängenden poetischen und prosaischen Texten, Interlinearversionen und Glossen zu lat. Schriften und in einzelnen Wörtern und Wendungen in lat. Urkunden zerfallen.

  • Der Heliand (H[el]) ist ein geistliches Epos von fast 6000 alliterierenden Langzeilen, eine poetische Bearbeitung der Evangeliengeschichte bis zur Himmelfahrt, verfasst von einem unbekannten Dichter der Zeit Ludwigs des Frommen. Der Text ist in zwei ziemlich vollständigen Hss. überliefert, und zwar in M (Monacensis, cgm. 25) aus dem 9. Jh. und C (Cottonianus, A. VII) aus dem 2. Hälfte d. 10. Jh.s. Dazu kommen noch einige Fragmente (P [Prag, jetzt Berlin, R. 56/2537], V [Vatikan, Palat. Lat. 1447], S [Straubing, jetzt Bayer. Staatsbibliothek, ohne Signatur], und L [Leipzig MS Thomas 4073]).
  • Der Genesis (G[en]), eine dichterische Bearbeitung des Alten Testaments; bewahrt sind lediglich etwa 330 alliterierende Langverse in der Hs. Palat. Lat. 1447 aus dem 9. Jh.
  • Zwei Segenssprüche (Wiener Segen), zwei Segenssprüche (Trierer Segen), Bruchstücke einer Auslegung von Psalm IV und V, der Essener Beichtspiegel, die Übersetzung einer Homilie Bedas, Bruchstücke eines Glaubensbekenntnisses, das Essener Heberegister, ein Fragment aus dem Werdener Heberegister, das Freckenhorster Heberegister, eine Münzinschrift.
  • Glossen (Auswahl): Dresdner Vergilglossen, Gandersheimer Glossen, Leidener Vegetiusglossen, Orosiusglossen, Prudentiusglossen, Glossen zum Indiculus.
  • Wörter und Wendungen in lat. Urkunden (Auswahl): Heberegister A der Abtei Werden.

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